Die Weidezeit hat begonnen. Wie kann ich meinem Pferd die Umstellung erleichtern?

Während der Wintermonate haben sich die Dickdarmbakterien der Pferde auf das rohfaserreiche Heu eingestellt. Durch abrupte Umstellung auf das rohfaserärmere dafür wasser- und eiweißreichere Weidegras kann es zu Umschichtungen im Darmmilieu kommen. Durch die Umschichtung vermehren sich Darmmikroben einer bestimmten Art, während andere absterben. Dabei werden aus deren Zellwände Lipopolysaccharide frei. Diese sind starke Gifte und stehen in Zusammenhang mit Gas- und Krampfkoliken, Durchfall, Kotwasser, Hufrehe und sogar Ekzemerscheinungen.

 Dem kann jedoch vorgebeugt werden durch

 -  Heugabe vor dem Koppelgang bei ausreichend Zeit, keine Gabe von Krippenfutter vor dem Weidegang

-   Anweiden: Beginnend mit zehnminütigen Weidezeiten, langsames steigern auf stundenweisen Weidegang

-   Schrittweises verlängern der Weidezeiten über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen, bis ein ganztätiger  
    Weidegang erfolgen kann

-   Kontrolle des Kots: bei dünner werdendem Kot, Geruchsauffälligkeiten, Auftreten von Kotwasser ist die
    Weidezeit sofort wieder zu verkürzen

-   Empfindlichen Pferden sollte als Vorsichtsmaßnahme Magnozym gefüttert werden

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